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NEIN - ein einfaches Wort mit nur 4 Buchstaben, doch für viele Menschen oft unaussprechlich! | News / Blog

Ich kann nicht NEIN sagen

NEIN - ein einfaches Wort mit nur 4 Buchstaben, doch für viele Menschen oft unaussprechlich

Geht es Ihnen auch so? Kennen Sie auch diese speziellen Situationen, in denen sich tief im Innersten spontan alles gegen die Anfrage sträubt, aber Sie sagen trotzdem JA und willigen freundlich ein...

- Ihre Kollegin fragt mit süßer Stimme "Kannst Du die Schicht am Freitag für mich übernehmen? Es ist dringend." Sofort muckt Ihr Bauchgefühl innerlich auf. Widerstand durchzuckt Ihren Körper mit den Gedanken "Och nööö! Freitag hab ich endlich mal wieder frei und hab mich schon so drauf gefreut. Außerdem hat die Kollegin vor 4 Wochen auch nicht die Schicht mit mir getauscht als ich dringend zu Tante Carola ins Krankenhaus wollte..." Aber bevor Sie ablehnen können, meldet sich eine innere Stimme und mahnt Sie: "Was soll denn die Kollegin von Dir denken? Außerdem hat die Kollegin ihre kleine Tochter und Du bist schließlich kinderlos! Sei nicht immer so egoistisch. Und wer weiß, was die Kollegin sonst so über Dich erzählen könnte, Du weißt doch wie schnell hier alles die Runde macht..." Zusätzlich spüren Sie wie dieses unangenehme Gefühl des schlechten Gewissens sich breit macht. Und anstatt jetzt klar und deutlich "NEIN" zu sagen, antworten Sie mit einem Lächeln "Ja, klar. Das geht schon." Fast wie ferngesteuert, läuft der gesamte Prozeß in Sekundenschnelle ab und Sie sind den freien Tag los.

- "Du kommst doch am Samstag auf meine Party? Peter und Susanne kommen auch und jeder bringt einen Salat mit." Sofort signalisiert Ihr Bauchgefühl ein klares NEIN und Gedanken schießen Ihnen durch den Kopf: "Die letzte Party war todlangweilig und Peter trinkt oft einen über den Durst, dann ist jegliche Stimmung dahin. Und einen Salat mitbringen? Dann müßte ich ja nach dem Büro am Freitag nochmals extra einkaufen gehen. Nö, außerdem hatte ich mich auf ein gemütlich entspanntes Wochenende eingestellt." Doch dann meldet sich sofort wieder diese mahnende innere Stimme: "Hey, das kannst Du doch nicht machen, sie ist schließlich Deine Freundin!!! Wenn das so weiter geht mit Dir hast Du bald keine Freunde mehr und sitzt hier mutterseelenallein. Du bist ein echter Spielverderber." Und dieses unangenehme Gefühl von Schuld, Angst und Einsamkeit weitet sich aus während sich aus einem klaren NEIN, erst ein MAL SEHEN  bilden will, lächeln Sie und stimmen zu: "Klar gerne, danke für die Einladung. Soll ich wieder meinen Hähnchensalat mitbringen?"

- "Hast mal einen Euro für einen Kaffee?" Sie wissen ganz genau dieser Kollege hat nie Geld für den Kaffee dabei und gibt das geliehene Geld grundsätzlich nicht zurück geschweige denn, daß er mal einen Kaffee ausgibt. Sie haben diese Erfahrung schon zig Mal mit ihm gemacht. Alles sperrt sich Ihnen, aber trotzdem zücken Sie Ihr Portemonnaie und reichen ihm mit einem freundlichen Lächeln den gewünschten Euro. 

So oder ähnlich läuft es immer wieder in unterschiedlichsten Situationen ab, fast wie ferngesteuert. 

Warum JA statt NEIN?

Gefühle, Ängste und Befürchtungen, Moralvorstellungen oder Glaubenssätze, die sich häufig melden und das NEIN zu einem JA werden lassen:​

  • Angst, daß sich andere abwenden
  • Furcht, zurückgewiesen und ausgeschlossen zu werden
  • Angst kritisiert und angegriffen zu werden
  • Ja-Sagen erspart Ihnen unangenehmes Nachfragen
  • Sie haben das Gefühl, Sie bräuchten stichhaltige Argumente und Gründe für Ihr NEIN, Sie müßten sich rechtfertigen und erklären
  • Gefühl, andere könnten sich gegen Sie wenden
  • Befürchtung andere könnten negativ von Ihnen denken und es möglicherweise weiter verbreiten
  • Furcht vor Gerede hinter Ihrem Rücken, vor Mobbing
  • Sie möchten andere nicht enttäuschen, verletzen oder wütend machen
  • Sie möchten Harmonie und Sie möchten mit allen gut auskommen
  • Sie möchten nicht als egoistisch, selbstsüchtig oder herzlos gelten
  • Sie haben das Gefühl, Sie müßten immer für Freunde, Verwandte, Kollegen oder die Firma verfügbar sein und Ihre persönlichen Bedürfnisse sind nicht wichtig
  • Angst, den Job, die Position, den Stand in der Gruppe zu verlieren
  • Bloß nicht auffallen und aus dem Rahmen fallen, was sollten dann die anderen denken?
  • Ein NEIN ist unhöflich
  • Sie möchten anerkannt und respektiert werden, einfach dazu gehören. Wenn Sie NEIN sagen, läßt man Sie links liegen...
  • Sie entwickeln ein schlechtes Gewissen und fühlen sich schuldig
  • Sie haben zu wenig Selbstvertrauen
  • Angst, etwas zu versäumen, den Anschluß zu verpassen
  • Furcht nicht mehr gebraucht zu werden und plötzlich allein darzustehen
  • Gefühl, ich darf nicht NEIN sagen

Ursachen und Hintergründe

Die Denkmuster, Regeln, Ängste, Moralvorstellungen und Glaubenssätze, die uns das NEIN verweigern und so schwer machen, mit denen wir uns heute immer wieder selbst ein Bein stellen, haben ihre Wurzeln in Vergangenheit unserer Kindheit. Sie stammen aus einer Zeit, in der wir geprägt wurden durch Eltern, Familie, Schule, Freundeskreise und Gesellschaft. Es ist die Zeit, in der wir Grundlegendes gelernt haben und prägende Lebenserfahrungen gesammelt haben. Aber es ist die auch die Zeit, in der wir kaum Lebenserfahrungen haben und schnell verunsichert sind, in der wir noch sehr empfindsam, sehr verletzlich sind und wir unendlich viel Liebe, Wärme und Geborgenheit brauchen, die uns Stabilität, Sicherheit und gutes Selbstwertgefühl geben sollen. In der Kindheit sind wir eben noch sehr zarte kleine Pflänzchen. In folgenden Bereichen werden wir stark geprägt und dort tun sich die meisten Konflikte und Mißverständnisse auf:

  • Erziehung
  • Eltern leben den Kindern ein Verhalten vor 
  • Moralvorstellungen "Das tut man nicht, das darf man nicht"
  • ungelöste kindliche Konflikterfahrungen
  • das Kind sieht die Welt noch aus einer naiven, einfachen Perspektive und ist noch unerfahren, kann sich vieles nicht erklären, was für den Erwachsenen selbstverständlich ist
  • erpressende Formulierungen wie z.B. "Du willst doch Mami nicht traurig machen..."
  • traumatische Lebenserfahrungen wie z.B. der Vater wurde stets zornig, vielleicht sogar gewalttätig, wenn das Kind widersprach bzw. nicht sofort das tat, was der Vater wollte oder das Kind erlebt heftige Auseinandersetzungen zwischen Vater und Mutter mit und hat große Angst um die Mutter
  • "Das kannst Du nicht", "Mein Gott bist Du blöd" negative Bewertungen durch Eltern, Familie oder Lehrer
  • Rollenverteilungen, Ausgrenzungen innerhalb einer Familie oder Gruppe z.B. Halbgeschwister werden vorgezogen, "Hau ab, mit Dir spielen wir nicht", "Du hast rote Haare und bist eine Hexe"...

Auswirkungen auf das eigene Leben, wenn das NEIN nicht über die Lippen geht und man immer wieder nach der Pfeife der anderen tanzt

​Wenn wir nicht NEIN sagen können, setzen wir keine Grenzen und werden schnell zum Spielball der anderen, was sich oft sehr negativ auf uns selbst und unsere Lebensqualität auswirkt.

  • Unzufriedenheit macht sich breit
  • wir erlauben anderen über uns, unsere Zeit und Energie zu verfügen und geben ihnen Macht über uns
  • das Gefühl von Ungerechtigkeit und Ausnutzung entwickelt sich
  • Gefühl, nie Zeit zu haben
  • Streß wird aufgebaut
  • Gefahr von Erschöpfung und Burnout 
  • Gefahr von Depression
  • wir fühlen uns klein und schwach und kommen zu kurz
  • ein authentisches Leben mit persönlicher Selbstverwirklichung ist kaum möglich
  • Lebensfreude und Lebensqualität werden immer geringer
  • die Lebenskraft kommt aus dem Gleichgewicht, so daß sich auch körperliche Beschwerden einstellen können

Sie haben das Recht NEIN zu sagen

Andere haben selbstverständlich das Recht zu fragen. Aber Sie haben auch das Recht NEIN zu sagen. Und Sie werden sicher sehr überrascht feststellen, daß andere Ihre Absage gar nicht so negativ aufnehmen wie befürchtet, denn wer fragt, muß immer auch mit einem NEIN rechnen.

Mit Klassischer Homöopathie, Hypnotherapie und achtsamer Lebensweise lernen, klar und selbstbewußt NEIN zu sagen ohne Ängste, ohne Schuldgefühle und schlechtem Gewissen!

Klassische Homöopathie

Die Klassische Homöopathie ist eine ganzheitliche Therapie, die davon ausgeht, daß Körper, Seele und Geist eine Einheit bilden und jeder Mensch ein Individuum ist. Daher bedarf es zur Auswahl des richtigen homöopathischen Heilmittels für den Patienten einer großen Erstanamnese die meist 2 bis 3 Stunden dauert. Hier werden die Beschwerden des Patienten genau zusammengetragen und die Gefühlswelt dazu, sowie die auslösenden Faktoren beleuchtet. Weiterhin wird die Lebensituation sowie der gesamte Lebensweg des Patienten von der Schwangerschaft an bis heute zusammengetragen. Oft sehen die Patienten in dieser komprimierten Zusammenstellung des eigenen Lebens schon Zusammenhänge und es wird einiges klar. Über das homöopathische Mittel wird die Lebenskraft wieder ins Gleichgewicht gebracht, die die Selbstheilungskräfte auf den Ebenen Körper, Seele und Geist aktiviert und manche entstandenen Ängste und Sorgen auflösen, sowie das Gefühl von Selbstsicherheit aufbauen und alte Konflikte auflösen.

Hypnotherapie

Im Rahmen der Hypnotherapie haben wir die Möglichkeit mittels der Ursachensuche Hintergründe und ursprüglich auslösende Ursachen in der Kindheit aufzuspüren und aufzulösen. Mit Tiefenentspannung und stärkenden Ressourcen kann man weiterhin das Selbstwertgefühl aufbauen und untermauern.

Achtsame Lebensweise

Mit Achtsamkeit kann man wieder mehr Gefühl für das eigene Ich entwickeln und lernen, das eigene Bauchgefühl wahrzunehmen, anzunehmen und das Wissen "was möchte ich eigentlich" zu respektieren, um sich mit gutem Gewissen die Erlaubnis zu geben, es auszuleben. So daß ein NEIN ohne Schuldgefühl und Ängste, möglich wird.

Wer sich seiner selbst bewußt wird, entwickelt Selbstwußtsein. Wer weiß, wer er ist und was er kann, aber auch wo seine Grenzen liegen, kann sich selbst vertrauen und entwickelt Selbstvertrauen. Wer sich vertrauen kann und weiß, wer er ist, spürt, was er wert ist und entwickelt Selbstwertgefühl, so daß man die Bewertungen von anderen getrost links liegen lassen kann. Denn was wissen die anderen, wer ich bin, ich bin mir doch selbst am allernächsten.

Alle Sachen, die man einmal gelernt hat, kann man jederzeit, in jedem Alter wieder "umlernen" und verändern. Sie sind nicht angeboren, genetisch festgelegt oder Gott gegeben!!!! Wir können alte Muster durchbrechen und neue Wege gehen.

Jede Reise von 1000 Meilen beginnt mit dem ersten Schritt

Luise Reddemann