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SCHLAFLOSIGKEIT - WENN DIE NACHT UNFREIWILLIG ZUM TAG WIRD... | News / Blog

Mondnacht

...und die ganze Nacht habe ich kein Auge zugemacht

Schlaflosigkeit ist ein häufiges Problem und manch einer hat das Gefühl, er hätte die ganze Nacht kein Auge zugemacht. Rund 15% der Bevölkerung leidet an einer behandlungsbedürftigen Schlafstörung. Hinzu kommen all jene, die mal akut eine Nacht nicht schlafen können sowie die große Menge an Menschen, die möglicherweise nur Kleinigkeiten in ihrem Lebensablauf oder in ihrem Schlafzimmer ändern bräuchten, um wieder tief und ruhig schlafen zu können.

Hinweise auf eine Schlafstörung

  • zum Einschlafen werden mehr als 30 Minuten gebraucht 
  • trotz anfänglicher Müdigkeit wird man im Bett immer wacher
  • Gedanken drängen sich auf
  • Sorgen, Ängste, Probleme werden im Bett innerlich hin und her gewälzt
  • der Schlaf ist ruhelos, man wälzt sich ständig hin und her
  • Zähneknirschen, Kieferzusammenpressen im Schlaf
  • Stöhnen im Schlaf
  • häufiges Erwachen und das Wiedereinschlafen dauert länger als 20 Minuten
  • Erwachen sehr früh am Morgen, weit vor der normalen Aufstehzeit und man kann nicht wieder einschlafen, obwohl man noch müde und unausgeschlafen ist
  • fehlende Erholsamkeit des Schlafes
  • morgens, auch nach einer kurzen Aufwachphase ist man noch müde und kaputt und kommt nicht recht in Gange
  • man fühlt sich wenig leistungs- und belastungsfähig
  • Nervosität und Hektik
  • Neigung zu Konzentrationsstörungen
  • Neigung zu Depressionen
  • wenig Motivation
  • verstärkte Ängstlichkeit
  • Neigung zum Grübeln
  • man ist tagsüber immer wieder schläfrig und müde, obwohl genügend Pausen eingehalten werden
  • Reizbarkeit, schnell aufbrausend, schnell überlastet
  • körperliche Symptome gesellen sich hinzu wie z.B. erhöhte Herzfrequenz, Bluthochdruck, erhöhter Muskeltonus mit Verspannungen, wiederkehrende Infekte, sowie Infekte, die sich lange hinziehen, Abwehrschwäche, Blässe, Schwindel...    

Warum ist ein tiefer, erholsamer Schlaf so wichtig?

Bis heute ist der Schlaf noch nicht in all seinen Einzelheiten erforscht und verstanden worden, doch ist er in seiner Funktion überlebensnotwendig, denn alle Lebewesen müssen schlafen. Hält man sie vom Schlafen ab - es ist bis heute z.B. eine gängige Foltermethode diktatorischer Staaten - ergeben sich sehr schnell schwerwiegende körperliche und seelische Probleme. Der Schlaf verläuft normalerweise in 4 bis 6 Schlafzyklen mit unterschiedlicher Schlaftiefe, wobei ein Schlafzyklus 90 bis 120 Minuten andauert. Die Schlaftiefen werden unterteilt in das REM-Schlafstadium und 4 Non-REM-Schlafstadien. 

REM ist die Abkürzung für Rapid Eye Movement, das ist die Phase in der sich die Augen unbewußt schnell hin und her bewegen und zwar im ersten Teil der Einschlafphase bzw. kurz vor dem Aufwachen. Die 4 Non-REM-Schlafstadien verlaufen von der Einschlafphase über leichte und mittlere Schlaftiefe bis zum Tiefschlaf.

Was passiert im Schlaf?

Je weniger tief das Schlafstadium ist, desto leichter läßt sich der Schläfer wecken bzw. desto störanfälliger ist der Schlaf. Am leichtesten läßt sich der Schläfer aus der REM-Phase wecken. Oft kann man sich beim Erwachen noch kurzfristig an Träume erinnern, denn die REM-Phase ist die Zeit, in der wir träumen. Wir träumen demnach kurz vor dem Aufwachen. In diesem Verlauf werden die Eindrücke des Tages verarbeitet und geordnet. Neu erworbene Informationen und Erkenntnisse werden in Gedächtnisspeichern abgelegt und mit anderen teils schon gespeicherten Informationsinhalten verknüpft und nutzbar gemacht. In dieser Zeit läuft auf unserer "inneren Festplatte" eine Art Suchprogramm ab, damit im Laufe des Tages aufgeworfene Fragen und Probleme jetzt eine Lösung finden. Sie kennen es sicher, daß man abends noch mit einem Problem ins Bett geht und sich denkt "Oh Gott, was soll ich da bloß machen?" und am nächsten Morgen erscheint uns genau dieses Problem gar nicht mehr so brisant und man hat vielleicht schon eine Idee, wie man sich nun verhalten möchte. Genau in diesen REM-Phasen der Nacht werden die Lösungen und Wege gesucht und gefunden. Sie sehen, der Schlaf erscheint nach außen hin sehr ruhig und tatenlos, tatsächlich wird tief im Innersten aber eine Menge geleistet.

Je tiefer das Schlafstadium ist, desto mehr nimmt die Muskelspannung ab, die Körpertemperatur sinkt, der Herzschlag beruhigt sich und die Atmung wird langsamer, dh. der Körper schaltet auf ein Ernergiesparprogramm um. In dieser Tiefschlafphase wird die Energie zur Regeneration des Körpers genutzt, dh. Zellgewebe wird erneuert, das Immunsystem wird gestärkt, die Organe erholen sich, die inneren Batterien werden wieder aufgeladen.

Schlaf- und Beruhigungsmittel, sowie Alkohol verhindern oft ein ausreichendes Verweilen im Tiefschlaf!

Ursachen für Schlafstörungen

In den meisten Fällen ist die Schlafstörung Folge eines anderen Problems, einer anderen Erkrankung oder einer falschen Verhaltensweise. Eine Ursachensuche ist demnach eine wichtige Voraussetzung zur Auflösung der Schlafstörung.

  • Schlaflosigkeit in Folge von Streßsituationen, die Anspannung, Nervosität und Ängste auslösen
    • Ärger und Druck am Arbeitsplatz, an der Uni, in der Schule...
    • Erwartungsspannungen
    • Versagensängste
    • Prüfungsängste
    • Partnerschaftsprobleme  ....
  • Schlafstörungen durch psychische Belastungen
    • Depressionen
    • Ängste
    • Kummer, Trauer, Liebes Kummer, Sorgen   ....
  • Schlafprobleme durch unregelmäßige Schlaf- und Wachzeiten
    • Schichtdienste
    • Jetlag
    • unregelmäßiger Lebensstil  ....
  • Schlaflosigkeit durch den Konsum von spez. Stoffen, die die Schlafphasen negativ beeinflussen
    • Spezielle Medikamente (Nebenwirkungen)
    • Schlaf- und Beruhigungsmittel kehren sich durch Langzeitgebrauch häufig ins Gegenteil um und man kann noch schlechter schlafen!
    • aufputschende Getränke wie Kaffee, Tee, Cola, Redbull...
    • Alkohol
    • aufputsche Medikamente und Drogen  ....
  • organisch bedingte Schlafstörungen durch körperliche Erkrankungen
    • Schmerzen
    • Rheuma
    • Juckreiz bei Hautausschlägen
    • Herzprobleme
    • Schilddrüsenüberfunktion
    • Allergien
    • ständige nächtliche Toilettengänge z.B. durch Prostatavergrößerung, Gebärmuttersenkung, Diabetes ....

​Im Rahmen einer breiträumigen Erstanamnese von mehr als 2 Stunden werden viele Hintergründe aufgedeckt und durch eine tiefgreifende Behandlung mit Klassischer Homöopathie bestehen gute Chancen, die Lebenskraft wieder ins Gleichgewicht zu bringen, so daß die Selbstheilungskräfte mögliche Ursachen Schritt für Schritt auflösen und den Schlaf wieder ruhig und erholsam werden lassen.

Mit Tiefenentspannung durch Hypnose und Selbsthypnose kann man neue Kräfte sammeln und leichter in den Schlaf finden. Verborgene Hintergründe können durch die Ursachensuche im Rahmen der Hypnotherapie aufgedeckt und aufgelöst werden.

Weitere Entspannungsmethoden wie Autogenes Training, Achtsames Atmen, Meditation usw. können schnell erlernt und genutzt werden.

„ Warum bist du eigentlich so gelassen?" fragt der Schüler seinen Meister. Der Meister antwortet. „Wenn ich sitze, dann sitze ich, wenn ich stehe, dann stehe ich und wenn ich laufe, dann laufe ich.„ 

„Aber das tun doch alle", sagt der Schüler darauf.

„Eben nicht!" lautet die Antwort des Meisters. „Wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon, wenn ihr steht, dann lauft ihr schon und wenn ihr lauft – dann seid ihr schon am Ziel.„