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TENNISARM? Aber ich spiel doch gar kein Tennis... | News / Blog

Weder für einen Tennisarm noch einen Golferellenbogen muß man je Tennis oder Golf gespielt haben...

Es handelt hierbei um einen akut ausgesprochen schmerzhaften oder chronisch langwierig schmerzhaften Reizzustand der Sehnenansätze der Muskeln des Unterarms (Epicondylitis). Beim Tennisarm ist der Strecker des Handgelenks und der Finger, beim Golferellenbogen ist der Beuger des Handgelenks und der Finger durch Überbeanspruchung meist durch oft wiederkehrende Bewegungen schmerzhaft in Mitleidenschaft gezogen. Je schneller eine Epicondylitis diagnostiziert und behandelt wird, desto schnellere und bessere Heilungschancen hat der Patient, ansonsten besteht die Gefahr einer Chronifizierung, die sich über Monate gar Jahre mit permanenten oder wiederkehrenden Schmerzen hinziehen kann. 

Die Epicondylitis kommt heutzutage immer häufiger vor, da fast jeder von uns mit Mouse und Tastatur am Computer arbeitet, egal ob beruflich oder privat. Aber auch viele andere ständig wiederkehrende Bewegungsabläufe, wobei das Handgelenk meist bei gestrecktem Ellenbogen nach außen abgeknickt wird und es zu einem Ungleichgewicht zwischen Beuger und Strecker kommt, können einen Tennisarm auslösen.

Ursachen

  • Computerarbeit, wobei Mouse- oder Tastatur benutzt wird
  • Schlägersportarten wie z.B. Tennis, Tischtennis, Badminton, Squash, Golf
  • Rudern
  • Berufe wie Kellner (durch das Servieren), Lehrer (Schreiben an der Tafel), Handwerker (z.B. Hämmern)
  • Musiker z.B. Geige, Cello
  • Hausarbeit z.B. Bügeln
  • Schlafhaltung in Seitenlage, wobei der stark gebeugte Arm als Kopfstütze dient
  • Nebenwirkung von Fluorchinolonhaltigen Antibiotika 

Gerade in der Akutphase sind die Schmerzen und Einschränkungen sehr heftig. Nach der Chronifizierung ebben die Schmerzen oft ab, sind aber meist permanent oder in speziellen Bewegungen zu spüren und das oft über Monate und Jahre. Sehr schwere, langwierige Fälle werden vom Orthopäden zur Operation vorgeschlagen.

Symptome

  • Schmerzen im Bereich des Ellenbogens. Beim Tennisarm finden sich die Schmerzen im Bereich des äußeren Knochenvorsprungs des Ellenbogens. Beim Golferarm sind die Schmerzen in der Innenseite des Ellenbogens zu finden, besonders beim Beugen des Handgelenks.
  • Die Schmerzen ziehen bis ins Handgelenk, bis in die Finger hinein
  • kräftiges Zupacken und Festhalten mit der Hand ist kaum noch möglich z.B. beim Tragen einer Tasche oder beim Halten von Gegenständen, besonders, wenn das Ellenbogengelenk gestreckt wird
  • Schmerzen bei einfachen Tätigkeiten z.B. beim Heben einer Kaffeetasse, beim Einschenken aus einer Flasche, beim Bürsten der Haare oder der morgentlichen Rasur...
  • Bewegungsschmerz
  • in der Akutphase oft auch Schmerzen in Ruhe sowie in der Nacht, so daß der Schlaf gestört wird
  • das Ellenbogengelenk kann nicht mehr komplett gestreckt werden
  • Kribbeln in der Hand
  • schmerzbedingte Schonhaltung des Armes

Wirksame Hilfe mit Klassischer Homöopathie

Je früher im Akutfall das individuell ausgewählte Heilmittel angewendet wird, desto größer sind die Chancen, daß die Beschwerden nach kurzer Zeit, manchmal schon über Nacht wieder abziehen. 

Sollten sich die Beschwerden bereits chronifiziert haben, wird nicht der Beschwerdebereich allein lokalsymptomatisch behandelt, sondern die auslösenden Ursachen werden mit einbezogen, genau wie alle Besonderheiten des Menschen und weiteren Beschwerden. Denn die Homöopathie ist eine ganzheitliche Therapie, die auf den individuellen Menschen ausgerichtet ist. Sie bringt die Lebenskraft wieder ins Gleichgewicht, so daß die Selbstheilungskräfte des Patienten aktiviert werden. Damit das richtige Heilmittel für Sie gefunden werden kann, möchte ich Sie sehr genau kennenlernen mit allen Einzelheiten Ihrer Beschwerden, Ihrer Lebenssituation sowie Ihrem Lebensweg. Dazu bedarf es einer Erstanamnese, die 2 bis 3 Stunden dauert. Auch bei einer chronifizierten Epicondylitis hat man so gute Heilungschancen, nicht innerhalb von wenigen Tagen aber im Rahmen einer tiefgreifenden Klassisch homöopathischen Behandlung und kann so möglicherweise einer Operation entgehen.

Schmerzen lindern, Schmerzmittel reduzieren mit Hypnose / Selbsthypnose

Schmerzen lösen Anspannungen und Verkrampfungen aus, welche die Schmerzen weiterhin verstärken. Verstärkt sich der Schmerz nehmen die Verspannungen und Verkrampfungen weiterhin zu. Ein Circulus vitiosus. Durch hypnotische Tiefenentspannung werden diese Verspannungen und Verkrampfungen gelöst und der Schmerz verblaßt von Mal zu Mal, so daß Schmerztabletten reduziert werden können.

Weiterhin gibt es reichhaltige Möglichkeiten im Rahmen der Hypnose Schmerz sichtbar zu machen in Form von Farben, Metaphern und Symbolen, so daß man mit diesen dann phantasievoll arbeiten kann und den Schmerz verändern und reduzieren kann.

  • so kann man z.B. als inneres Bild "Schmerzregler", kleine Stellschrauben an bestimmten Stellen des Körpers einsetzen und den Schmerz runter regeln oder man kann virtuelle "Ventile" an den Fingerspitzen einbauen, so daß der Schmerz abfließen kann...
  • man kann den Schmerz von dem hoch empfindlichen Körperteil in einen eher weniger empfindlichen, weniger wichtigen Körperbereich z.B. vom Ellenbogen in den kleinen Zeh fließen lassen und ihn so verschieben
  • man kann den Schmerz, der möglicherweise auf Kühlung positiv reagiert, durch eine frühere Erfahrung, die man vielleicht auf einer Urlaubsreise gemacht hat, abmildern, indem man sich in Trance erinnert wie man den Arm in einen kühlen, frischen Gebirgsbach hält und den Arm so kühlt...
  • oder man kann eine Körperreise in der Hypnose machen und sich zu den gereizten, schmerzhaften Punkten im Ellenbogen begeben und schauen, was diese brauchen, sehen, was verändert werden muß, damit die Reizung gelindert wird und so der Schmerz abziehen kann...

Im Rahmen der Schmerztherapie mit Hypnose sind der Phantasie keine Granzen gesetzt und man kann entsprechende innere Bilder zu Linderung des Schmerzes setzen. Zusätzlich kann jeder Selbsthypnose erlernen und die in der Praxis erarbeiteten Bilder und Möglichkeiten immer wieder eigenständig reaktivieren und den Schmerz damit reduzieren.

Das Gute verstärken, dann bleibt dem Negativen kein Raum mehr!

Milton Erickson