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UNBEMERKT UND SCHLEICHEND - DER STILLE BURNOUT | News / Blog

DER STILLE BURNOUT

Der stille Burnout

Scheinbar unbemerkt und schleichend stellt er sich ein, der stille Burnout. Anzeichen und Warnsignale werden nicht als solche wahrgenommen, werden falsch interpretiert, auch der Umgebung fällt meist nichts auf. Doch Schritt für Schritt erlischt die innere Kraft und die Vorstufe zur totalen Erschöpfung formiert sich.

Vom stillen Burnout werden in der Regel Menschen erwischt, die

  • mitten im Leben stehen
  • ihren Beruf lieben
  • sehr engagiert und erfolgreich sind
  • eine sehr große Schaffenskraft in sich tragen
  • unermüdlich sind
  • sehr kreativ sind
  • fröhlich und guter Dinge sind

Diese Menschen wollen sich verwirklichen, engagieren. Sie wollen viel schaffen, wollen erfolgreich sein, sind ehrgeizig und haben große Freude an ihrem Tun, doch was sie außer Acht lassen, ist die Tatsache, daß unser Leben und Handeln, Energie verbraucht, die stetig wieder aufgeladen werden muß - genau wie das Handy, das regelmäßig wieder aufgeladen werden muß.

Präventionen bei Burnout-Risiko

Gemäß Jon Kabat Zinn:

Du kannst die Wellen nicht aufhalten, aber Du kannst lernen zu surfen!

Pausen in den Arbeitstag einbauen und entspannen

Neueste Forschungsergebnisse haben gezeigt, daß der Mensch sog. ultradiane Rhythmen durchlebt, in denen er rund 2 Stunden lang in der Lage ist, konzentriert optimal zu arbeiten, Informationen aufzunehmen, Zusammenhänge logisch zu erfassen, Lösungen und Pläne zu entwickeln. Dann kommt es zu einem natürlichen Leistungstief und es bedarf einer Pause mit einer Entspannung, in der der Mensch kurz regeneriert, um dann wieder optimal leistungsfähig zu sein. Literaturtip: 20 Minuten Pause, Ernest Rossi

Regelmäßige Pausen zum Essen einlegen mit leichter, gesunder Kost. Nahrung ist Energie und die braucht jeder Organismus in regelmäßigen Abständen. Wenn Du Dein Auto nicht tankst, bleibt es stehen... Tankst Du es mit dem falschen Kraftstoff, geht der Motor kaputt...

Konsequenter Feierabend mit Abstand zur Arbeit, zum Lernen, zur Quelle des Streß 

Ein Arbeitstag sollte nicht mehr als 8 Arbeitsstunden beinhalten, dann brauchen Körper, Seele und Geist einen konsequenten Abstand zur Arbeit, zum Lernen, zum Streß, denn in dieser Zeit insbesondere im Schlaf verarbeitet das Hirn die aufgenommene Information, die Eindrücke des Tages, speichert ab und löst Probleme, die aufgetreten sind - das alles geschieht unbewußt, dh. ohne bewußte Einflußnahme, aber der Mensch muß dem Hirn die Ruhe dazu geben. Hierzu muß das vegetative Nervensystem auf "Entspannung" gehen. Doch gerade das fällt vielen Menschen sehr schwer. Sie können nicht einfach "runter kommen", abschalten, entspannen.

Entspannungstechniken wie

  • Autogenes Training nach J.H. Schultz
  • Tiefenentspannung durch Selbsthypnose
  • Achtsame Atmung mit Bodyscan nach Jon Kabat-Zinn
  • Meditation
  • Yoga
  • Progressive Muskelentspannung nach Edmund Jacobsen

sind wertvolle Möglichkeiten schnell und kurzfristig von Spannung und Streß auf Entspannung umzuschalten und je nach Technik konkrete Schwierigkeiten und Anspannungen aufzulösen. Es sind Techniken die schnell und einfach zu erlernen sind, allerdings auch regelmäßig am besten täglich angewendet werden sollten. Viele der Techniken bedürfen wenig Aufwand an Zeit und können optimal in den normalen Lebensablauf eingeplant werden.

Neben der Entspannung bieten all diese Techniken die Chance wieder Kontakt zum eigenen Körper aufzunehmen, so daß wieder ein Feingefühl für den eigenen Körper, das eigene Ich entwickelt werden kann, was zu einer klaren Selbstwahrnehmung führt: 

  • größeres Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten
  • Erkennen der natürlichen eigenen Grenzen
  • bessere Selbsteinschätzung
  • Signale und Zeichen, die der Körper bei Streß, Überarbeitung und Burnoutgefahr als Warnungen sendet, können wahrgenommen und geachtet werden

Krankheiten überfallen den Menschen nicht wie ein Blitz aus heiterem Himmel, sondern sind Folgen fortgesetzter Fehler wider die Natur

Hippokrates