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ANGST BEIM ZAHNARZT MIT HYPNOSE ENDGÜLTIG AUFLÖSEN | News / Blog

Angst und Furcht beim Zahnarzt sind keine Seltenheit

Nun, wer geht schon gern zum Zahnarzt, läßt gerne bohren, Spritzen setzen oder gar einen Zahn ziehen? Eine gewisse Anspannung, Aufgeregtheit gehört sicher dazu, auch dieses mulmige Gefühl, was sich entwickelt, wenn man diesen durchdringenden Bohrer schon im Wartezimmer hört oder aber wenn man den speziellen Zahnarztpraxen-Geruch wahrnimmt. Wenn es aber in heftige Angst, möglicherweise in Panik mit

  • Herzrasen
  • Blutdruckanstieg
  • Schweißausbruch
  • Zittern
  • Atemnot
  • Übelkeit
  • Brech- bzw. Würgereiz
  • Schwindel
  • Verwirrtheit
  • Fluchtgefühl
  • Ohnmacht
  • usw.

​umschlägt, sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden. Auch wenn Tage vor dem Zahnarzttermin schon starke Unruhe und Angstgefühle hochkommen oder wenn man Nächte zuvor nicht mehr schlafen kann. 

Nach Schätzungen leiden in Deutschland rund 5 Mio. Erwachsene an einer sog. Zahnarztphobie und seit 1997 ist diese von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als psychosomatische Erkrankung anerkannt. Es gibt somit keinen Grund sich dieser Angst zu schämen...

Der Verfall der Zähne wird in Kauf genommen

 Oft entwickelt sich aus der Angst heraus eine Vermeidungshaltung, dh. die Menschen gehen jahrelang nicht mehr zum Zahnarzt, selbst routinemäßige Kontrollen werden nicht mehr in Anspruch genommen, so daß Zähne und Zahnfleisch trotz guter Pflege oft in einem katastrophalen Zustand sind. Erst, wenn sich unerträgliche Zahnschmerzen durch den Verfall entwickeln, sind diese Patienten quasi gezwungen sich oft in Vollnarkose behandeln zu lassen.

Ursachen und Hintergründe

  • tief sitzende traumatische Erlebnisse in der Kindheit mit dem Gefühl ausgeliefert und hilflos zu sein, an die man sich meist nicht bewußt erinnern kann und die in der Regel nichts mit einem Zahnarzt zu tun haben
  • schmerzhafte traumatische Erfahrungen bei einem Zahnartzbesuch, oft noch verstärkt durch abschreckende Phantasien
  • anerzogene Ängste und Vorurteile z.B. durch Eltern, die selbst Angst und Panik entwickelt hatten
  • allgemeine Hochsensibilität

Traumatische Kindheitserlebnisse gehen oft tiefer als man denkt

Als Cornelia in meine Praxis kam war sie 42 Jahre alt und seit 14 Jahren nicht mehr beim Zahnarzt gewesen. Jetzt hatte sie seit Monaten immer wieder heftige Zahnschmerzen, wahrscheinlich eine Zahnwurzelentzündung und sie hielt sich mit Schmerzmitteln über Wasser. Sie wußte, daß sie dringend eine Zahnbehandlung brauchte, aber sie war unterdessen eine Gefangene ihrer Ängste. Im Rahmen der ausführlichen Erstanamnese erklärte sie, daß sich in dem Moment, wo sie den Mund beim Zahnarzt öffnete, ein heftiger Würgereiz bildete mit dem Gefühl sich gleich übergeben zu müssen. Dazu kamen heftigste Herzklopfen und Schweißausbruch und der sehnlichste Wunsch "ich muß hier weg..". Allein der Gedanke an einen Zahnarztbesuch versetzte sie in Angst und Schrecken.

Als wir in der Hypnose auf die Suche nach der Ursache gingen, sah sich Cornelia als 5-jähriges Mädchen am Eßtisch mit ihrem Vater sitzen. Vor ihr ein Teller vollgefüllt mit Essen. Die kleine Cornelia war satt und mochte nicht mehr. Aber ihr Vater sah sie sehr ernst an und sagte mit strenger Stimme: "Was man sich auf den Teller füllt, muß man auch aufessen". Sie wollte nicht weiteressen, aber der Vater drückte ihr den Löffel in die Hand und führte ihre Hand Löffel für Löffel gefüllt in den Mund. Unter größter Angst mit heftigsten Herzklopfen würgte sie sich das Essen rein. - Das war das kindliche Trauma, das bis heute in Cornelia wirkte. Dieses für das Kind schlimme Erlebnis konnte dann in der Sitzung aufgelöst werden. - Cornelia hatte einen jetzt 6-jährigen Sohn und auf die Frage in Trance, was sie tun würde, wenn sie als Mutter jetzt beobachten würde, daß ihr Vater mit ihrem Sohn so umgehen würde, wie er es damals mit ihr gemacht hatte, reagierte sie sehr entschieden: "Ich würde meinen Vater anbrüllen und mein Kind in den Arm nehmen und beruhigen." Was sagt der Vater? "Nichts, er schaut mich mit aufgerissenen Augen sprachlos an, wahrscheinlich ist er selbst so erzogen worden und kannte es nicht besser." Und wie fühlt sich das Kind? "Erleichtert, es fühlt sich in Sicherheit und kann  wieder ganz ruhig atmen."... - Mit so einer einfachen Lösung, konnte das Problem der kleinen Cornelia aufgelöst werden. Als Kind war die kleine Cornelia ihrem Vater gegenüber ausgeliefert, so daß sie sich nicht wehren konnte. Aber heute als erwachsene Frau und Mutter, wußte sie genau, was zu tun war und konnte ihren Sohn, stellvertretend für sich selbst, aus der dramatischen Situation retten und ihn beruhigen und genau das tun, was sie damals selbst gebraucht hätte.

Cornelia hatte insgesamt 3 Sitzungen bei mir und erhielt in der 3. Sitzung noch eine Anleitung zur Selbsthypnose, um sich vor der Zahnarztbehandlung zu beruhigen, falls dies notwendig war. 2 Monate später meldete sich Cornelia erneut telefonisch bei mir, um zu berichten, daß sie unterdessen schon 2x beim Zahnarzt ohne große Probleme und ohne Vollnarkose gewesen war...

Mit Hypnose die Ursachen und Hintergründe auffinden und endgültig auflösen

Meist sind nur wenige Sitzungen notwendig, um alte traumatische Situationen aufzuspüren und aufzulösen oder auch bekannte schmerzhafte Erfahrungen beim Zahnarzt endgültig zu verarbeiten. Dazu erhält der Patient eine Anleitung in Selbsthypnose, um sich vor und während einer Behandlung zu beruhigen und sich sozusagen in Gedanken vom Zahnarztstuhl vielleicht direkt an den Strand vom letzten Urlaub zu beamen...