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ERWARTUNGSSPANNUNG - VERSAGENSÄNGSTE, Das steht mir bevor... | News / Blog

Erwartungsspannung / Versagensängste

Das steht mir bevor...

Das unwohle Gefühl von Erwartungsspannung, diese belastende Aufregung "da steht mir was bevor", von Lampenfieber, "Oh Gott, nächste Woche muß ich... das schaffe ich nicht" kennt fast jeder von uns. Allein der Gedanke daran versetzt die meisten Menschen in innere Unruhe, macht sie nervös und oft können sie kaum noch schlafen und wälzen sich hin und her. Dazu kommen meist die negativen Gefühle und Vorstellungen von Überlastung und Versagen. "Wie soll ich das bloß hinkriegen?" Oft zeigen sich vor dem inneren Auge schon die Bilder wie man sich vor versammelter Mannschaft lächerlich macht, wie man den Faden verliert, sich ständig verhaspelt, das Projekt abgelehnt wird. Oder man sieht das Flugzeug abstürzen, hört den Arzt bei der Krebsvorsorge "das tut mir leid, der Befund ist positiv, da kann man nichts mehr machen..." Die Unsicherheit zieht den Menschen runter, schwächt und blockiert ihn mehr und mehr.

Woher kommen diese Spannungen und Ängste?

Oft sind es prägende Erfahrungen aus Kindheit und Jugend, die das Selbstvertrauen bis heute blockieren, trotz vorhandener Talente, Fähigkeiten und Stärken. Meist sind es Maßregelungen durch die Erwachsenen  wie "Laß das, das darf man nicht" oder es geht um Abwertungen z.B. durch einen Lehrer "Wie kann man nur so blöd sein?", "Mädchen können das nicht". Vielleicht stecken überängstliche Eltern dahinter, die dem Kind vieles nicht zutrauen "Oh Gott, komm da runter, das ist zu gefährlich". "Nicht so schnell, so hoch, so weit" in einer Zeit, wo man Erfahrungen sammeln muß, wo man üben muß und will, wo man raufklettern und runter springen will, wo man Selbstvertrauen aufbaut, um später im Erwachsenenalter z.B. ganz selbstverständlich mit gutem Selbstbewußtsein vor den Chef tritt und seine Meinung kund tut.

Oft werden dem Kind unsichere und angstvolle Verhaltensweisen von den Eltern vorgelebt oder es wird Angst vor Autoritäten anerzogen. Die Bedenken der Erwachsenen "Was sollen denn die anderen denken", ist sehr häufig im Hintergrund zu finden. Auch gibt es im Kinder- und Jugendalter oftmals kein Lob für gute Leistungen, bzw. die Leistungen werden immer wieder kleingeredet und abgewertet. Oder ein Mutmachen durch die Erwachsenen fehlt "Probier doch mal, das wirst Du schaffen", so daß die jungen Menschen in der prägenden Phase kaum positive Orientierung haben und im luftleeren Raum in Unsicherheit ohne Selbsteinschätzung aufwachsen.

Heute als Erwachsene stehen sie dann Situationen voller Anspannung und Versagensangst gegenüber und verhalten sich  z.B. vor dem Arbeitgeber quasi wie ein 5-jähriges Kind dem schimpfenden Vater.

Selbstverständlich gibt es auch traumatische Erfahrungen, die das Selbstbewußtsein stetig blockieren und besondere Situationen immer wieder zur Angst-Tortur werden lassen.

Welche Situationen erzeugen die Erwartungsspannung und die Versagensängste?

Was dem Menschen da bevor steht, ihn belastet, was die Erwartungsspannung bzw. die Versagensängste auslösen kann, ist individuell unterschiedlich:

  • das Gespräch mit dem Chef
  • das Referat vor der Klasse
  • das Vorstellungsgespräch für den neuen Job
  • die Präsentation des neuen Projekts für den Kunden
  • das Casting für den Musiker oder Schauspieler
  • die wöchtliche Teambesprechung
  • die mündliche Prüfung
  • die Rede vor der versammelten Firma
  • das erste Date 
  • das "erste Mal"
  • die Zeugenaussage vor Gericht
  • die Operation
  • die Untersuchung beim Arzt
  • der Zahnarztbesuch
  • die Verhandlung um die Gehaltserhöhung mit dem Arbeitgeber 
  • der Eröffnungstanz bei der Hochzeitsfeier
  • der Elfmeter beim Fußball
  • der erste Fallschirmsprung
  • die Vorlesung des Dozenten vor den Studenten
  • die Predigt vor der Gemeinde
  • der Auftritt in der Talkshow
  • der Langstreckenflug nach Rio
  • ...  

Ein Beispiel aus der Praxis

Stephanie (37 Jahre alt)(Name und Daten geändert) war eine erfahrene und selbstbewußte Managerin einer großen Firma für die sie erfolgreiche Geschäftsverhandlungen mit internationalen Größen führte. Sie kam in meine Praxis, da sie regelmäßig einmal im Monat vor ihre Firma treten mußte, um einen Überblick über den Stand der laufenden Projekte zu geben und genau das machte ihr immer wieder große Sorgen: In dem Moment, wo sie sich erhob, um zum Rednerpult zu gehen, bekam sie Herzrasen und das Herz schlug ihr bis zum Hals. Sie fühlte innerliches Zittern und hatte das Gefühl die Erde unter ihr würde sich öffnen und sie würde hinein stürzen. Unter größtem Streß hielt sie regelmäßig die Bilanz vor ihren Mitarbeitern und es wurde von Mal zu Mal zu einer größeren Tortur.

In der Hypnosesitzung wurde die Patientin gebeten, sich nochmals auf eine jener Situationen vor der Firma zu konzentrieren und den Spannungsgefühlen mit Herzrasen, innerem Zittern und stärkster Unsicherheit, in ein Loch zu stürzen nachzufühlen, was ohne Probleme gelang. Dann wurde eine Ursachensuche durchgeführt, dh. das Unbewußte wurde gefragt, wann immer im Leben der Patientin hatte sie das allererste Mal genau jene unangenehmen Gefühle mit Herzrasen usw. gespürt. Bewußt kann man sich in der Regel nicht an solche Situationen erinnern, aber in Trace läuft eine Art "Suchprogramm" im Unbewußten ab und die Patientin sah sich vor ihrem inneren Auge als 4-jähriges kleines Mädchen an der großen Geburtstagstafel ihrer Großmutter. Und wie alle Kinder wollte sie auch erzählen. Doch dann sah sie in die Augen ihrer strengen Großmutter, die ihr sehr energisch sagte: " Halt den Mund. Kinder haben hier nichts zu sagen!" Genau an dieser Stelle wurde dem Kind damals, der Maulkorb für die Öffentlichkeit verpaßt. 

In Trance ist es wie im Traum, dort können ursprüngliche Probleme und alte Blockaden aufgelöst werden. Heute war die Patientin nicht mehr das kleine Kind, sondern die erfahrene erwachsene Frau von 37 Jahren. Daher konnte ich sie bitten, sich die Situation mit den Augen der erwachsenen Frau anzuschauen. Und ich fragte sie, was denn in dem Moment das beste für das Kind gewesen wäre, damit es ihm wieder gut ginge. Sie sagte: " Oma hätte sagen sollen: "Moment jetzt erzählt Tante Klara ihre Geschichte. Und nun bist du dran, was möchtest du erzählen?". Genauso wurde die Situation vor dem inneren Auge der Patientin nochmals durchgespielt. Nach ihrem Befinden befragt, beschrieb die Patientin dann ein erleichtertes, freies Gefühl in der Brust. Dieses gute Gefühl wurde in der Posthypnose nochmals verankert. Danach hatte die Patientin keine Probleme mehr bei der monatlichen öffentlichen Bilanz vor der Firma.

Insgesamt wurden für die Auflösung dieser Erwartungsspannung 3 Sitzungen benötigt. Nicht immer geht es so schnell, aber in der Regel sind nur wenige Hypnose-Sitzungen notwendig, je nach Hintergrund des Problems. Oder das Problem kann im Rahmen einer tiefgreifenden Behandlung mit Klassischer Homöopathie aufgelöst werden.

Symptome bei Erwartungsspannung / Versagensängsten / Lampenfieber

  • innere Unruhe, Nervosität
  • Herzklopfen, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen
  • Bluthochdruck
  • Angina pectoris-Anfälle
  • Ohnmachtsanfall
  • Zittern
  • Schwindel
  • Furcht zu fallen
  • Furcht in einer Menschenmenge
  • Furcht im engen Raum
  • blockierte Wahrnehmung, wie unter einer "Käseglocke"
  • Atemnot
  • Verlangen nach frischer Luft
  • Hitzegefühle
  • Schweißausbruch
  • Angstgefühle
  • Panikattacken
  • Schlaflosigkeit
  • nächtliches Aufschrecken
  • Alpträume
  • Heiserkeit, Räuspern, Stimmverlust
  • Stottern, Stammeln
  • Druck- oder Engegefühle
  • Durchfall
  • Migräne
  • sex. Störungen, Erektionsstörungen
  • und viele andere seelische und körperliche Symptome

Mit Hypnose und / oder Klassischer Homöopathie hat man gute Möglichkeiten und Chancen die Probleme der Erwartungsspannung, der Versagensängste und des Lampenfiebers aufzulösen und eine erheblich bessere Lebensqualität zu entwickeln. Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen werden aufgebaut und gestärkt, so daß man mit Freude und Stärke seine Aufgaben erledigen kann und für die eigenen Interessen kämpfen kann.

SELBSTWERT

Glücklicherweise ist es möglich, den Selbstwert jedes Menschen zu erhöhen, ganz gleich in welchem Alter und in welcher Situation er sich befindet. Da niedriges Selbstwertgefühl erlernt wird, kann es auch wieder verlernt und statt dessen etwas Neues erlernt werden.

Dieses Lernen ist von der Geburt bis zum Tode möglich; es ist also nie zu spät dazu!

Virginia Satir