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Post Covid Syndrom - Long Covid - Langzeitfolgen von Covid 19 | News / Blog

Die Covid 19-Infektion klinisch überwunden - doch noch lange nicht wieder fit und gesund...

In den letzten Monaten mehren sich Fälle von Patienten, die teils auch ganz milde Covid-Verläufe hatten, die Wochen und Monate mit Folge- und Langzeitproblemen zu kämpfen haben

Hauptsächlich klagen die betroffenen Patienten über eine ausgeprägte körperliche Schwäche, Müdigkeit und Leistungseinbuße und verlangen nach Ruhe, Rast und Schlaf. Sie kommen kaum wieder auf die Beine. Dazu kommen oft Atembeschwerden  sowie Geschmacks- und Geruchsprobleme. Viele fühlen sich wie benebelt und haben Probleme sich im Leben zu orientieren.

Nach der derzeitigen Studienlage gehen die Experten davon aus, daß rund 10 bis 20% der Covidpatienten mit Langzeitfolgen zu kämpfen haben. Diese Langzeit-Phänomene geben der Wissenschaft noch viele Rätsel auf, da es hierbei nicht allein um die Folgen schwerer Verläufe mit Klinikaufenthalt und Intensivstation, sowie Beatmung geht, sondern viele hatten teils sogar sehr leichte Verläufe, die nach rund 2 bis 3 Wochen auskuriert waren, dh. daß keine Corona-Viren mehr nachweisbar waren. Doch fit und gesund fühlen sich die Patienten absolut nicht. Überwiegend betroffen sind Frauen im Alter zwischen 25 und 50 Lebensjahren. 

Bundesweit Post-Covid-Ambulanzen, Reha-Kliniken + Selbsthilfegruppen 

Unterdessen werden bundesweit immer mehr Post-Covid-Ambulanzen und Reha-Kliniken eingerichtet. Hier finden Sie eine Liste der entsprechenden Ambulanzen: https://langzeit-covid.de/post-covid-19-ambulanzen-deutschland/. Auch Selbsthilfegruppen haben sich unterdessen schon gebildet: https://www.nakos.de/data/Online-Publikationen/2021/NAKOS-Corona-Selbsthilfegruppen.pdf. Auch Symptome wie Stimmungsschwankungen oder Alpträume sollte man ernst nehmen. Wichtig ist der Austausch und die Nachsorge, damit die Patienten sich nicht alleingelassen fühlen mit ihrem Leiden.

Wie sehen Post-Covid-Symptome aus?

Wichtig an dieser Stelle sei gesagt: NICHT JEDER COVID-PATIENT HAT MIT FOLGE- UND LANGZEITSYMPTOMEN ZU RECHNEN. Doch sollte jeder Mensch, der von einer Infektion betroffen war - egal welcher Art, langsam und mit Bedacht in sein Arbeits- und Privatleben wieder zurückkehren, denn eine gewisse Rekonvaleszenz braucht jeder, da jegliche Art von Infektion eine Belastung für Körper, Seele und Geist war. Also nichts übertreiben!!!!

Die Ursachen für die vielen langfristigen Folgesymptome sind noch weitgehend ungeklärt. Jedoch gibt es eine Reihe von Problemen, die sich insbesondere aus schweren Verläufen mit stationärem Aufenthalt besonders mit künstlichem Koma und Beatmung ergeben. Dazu gehören viele Probleme, die von Lunge und Herz ausgehen, da der Erreger hier oft schwere Lungenentzündungen ausgelöst hat, die zu einer Lungenfibrose haben führen können, dh. das Lungengewebe wurde  so verändert, daß die Diffusionsfläche (Gasaustauschfläche) um im Schnitt 20% abgenommen hat, so daß es zu Atemnot, selbst bei leichter Anstregung führt. Weiterhin zeigt sich oft ein ständiger Husten. Da Lunge und Herz sehr nah bei einander liegen, kann die Entzündung bei der schweren Lungenentzündung auch auf das Herz übergehen und zu einer Herzmuskelentzündung führen, was oft eine Herzinsuffizienz (Herzschwäche) nach sich zieht. Weiterhin führt ein künstliches Koma gerade bei älteren Patienten oft zu einem Delir, dem sog. Durchgangssyndrom, was zu Verwirrtheit, Denk- und Gedächtnisstörungen sowie Halluzinationen und Angst- und Panikzuständen führen kann. Meist sind diese Zustände nach wenigen Tagen überstanden, aber sie können auch langfristig über Wochen und Monate andauern.

Symptome, die in den letzten Monaten in unterschiedlicher Kombination aufgetreten sind:

  • Schwäche
    • Müdigkeit
    • chronisches Fatigue-Syndrom (CFS), so daß der tägliche Alltag nur schwer durch die ständige Niedergeschlagenheit bewältigt werden kann
    • schnelle Abgeschlagenheit und Schwäche schon nach leichten Anstrengungen
    • Verlangen nach Ruhe und Zurückgezogenheit 
  • ​Schmerzen​​
    • Kopfschmerzen
    • Gliederschmerzen
    • Gelenkschmerzen
    • Muskelschmerzen
    • Brustschmerzen
  • Atemprobleme
    • Überempfindlichkeit mit häufigem Husten
    • Luftnot, oft schon bei leichter körperlicher Anstrengung
    • Atemschwäche, kann nicht tief genug einatmen
    • Kurzatmigkeit
    • Lungenfibrose
  • Herzprobleme
    • Herzmuskelentzündung
    • Herzinsuffizienz
    • Herzrasen
    • Herzrhythmusstörungen
  • Blutgefäße
    • Entzündung der Blutgefäße mit Gefahr von Gerinnselbildung
    • verstärkte Blutgerinnung
  • ​​Neurologische / Psychische Beschwerden
    • Geschmacks- und / oder Geruchsverlust
    • Geschmacks- und / oder Geruchsillusionen
    • Neuropathien
    • Schwindel
    • Kopfschmerzen
    • Wahrnehmungsveränderungen
    • sich benebelt fühlen
    • Benommenheit
    • Verwirrtheit
    • Bewußtseinsstörungen
    • Halluzinationen
    • Konzentrationsstörungen
    • Denkstörungen
    • Gedächtnisstörungen
    • Gedächtnisverlust
    • Wortfindungsstörungen
    • Ängste
    • Panikattacken
    • Furcht vor Krankheiten
    • hat das Urvertrauen in den Körper verloren
    • Depression
    • Zwänge
    • Schlafstörungen
    • Alpträume
  • Magen-Darm-Probleme
    • Appetitlosigkeit
    • Übelkeit
    • Erbrechen
    • Durchfall
    • Reizdarm
  • Haut
    • Hautausschläge
    • juckende Hautausschläge
    • Nesselfieber
  • Niere
    • Niereninsuffizienz
    • Nierenversagen

​Mit Schulmedizin, Klassischer Homöopathie und Hypnotherapie Hand in Hand raus aus den Beschwerden des Post-Covid-Syndroms

Nicht nur als Folgeerscheinung bei Covid-Erkrankungen gibt es og. Folgesymptome auch bei anderen Infektionen wie z:B.  beim Pfeifferschen Drüsenfieber mit dem Epstein-Barr-Virus, bei der Infektion mit Grippeviren  und als Folge von diversen Infektionserkrankungen kennt man langfristige Langzeitphänomene. Ebenso zeigen sich immer wieder Folgeerscheinungen nach künstlichem Koma, OPs und Beatmung. 

Schulmedizin

Die Schulmedizin verfügt über eine große Spannbreite an Untersuchungsmöglichkeiten wie MRT, CT, Sonografie Spirometrie, EKG und Echokardiografie sowie Labordiagnostik, um mögliche organische Schäden beim Patienten an Lunge, Herz, Nervenbahnen, Hirn oder Blutgefäßen auszuschließen. Daher ist es wichtig je nach Beschwerde den Ursachen auf den Grund zu gehen.

Klassische Homöopathie

Die Klassische Homöopathie ist eine ganzheitliche Therapie, dh. Körper, Seele und Geist bilden eine Einheit und es wird immer der Mensch in seiner Gesamtheit betrachtet mit all seinen ganz individuellen körperlichen Beschwerden, Empfindungen und Feinfühligkeiten sowie mit seiner Lebenssituation und seinen Lebenserfahrungen. Weder der körperlich betroffene Teil des Menschen noch seine psychische Situation allein, werden behandelt, sondern die auslösenden Ursachen werden mit einbezogen, genau wie alle Besonderheiten des Menschen. Denn die Homöopathie ist nicht auf eine Krankheit ausgerichtet, sondern auf den individuellen Menschen hin mit all seinen Krankheitsbeschwerden. Sie bringt die Lebenskraft wieder ins Gleichgewicht, so daß die Selbstheitlungskräfte des Patienten schnell aktiviert werden, um den Kranken zu heilen.

Wenn Sie daher erstmals zu mir kommen, werden wir eine ausführlich Erstanamnese durchführen, damit ich Sie mit all Ihren Beschwerden und Problemen sehr genau kennenlernen und verstehen kann. Daher wird das Erstgespräch rund 3 Stunden dauern. Im Rahmen einer tiefgreifenden Klassisch homöopathischen Behandlung hat man gute Chancen den Circulus vitiosus häufig widersprüchlicher Symptome und chronischer Beschwerden zu durchbrechen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen und das Leben wieder in die Hand zu nehmen.

Hypnotherapie

Mit der Hypnose nach Milton Erickson, dem Begründer des modernen Hypnose, hat man gute Möglichkeiten z.B. mit der sog. Körperreise unangenehme Empfindungen oder Schmerzen aufzulösen oder zu lindern. Mit einer Ursachensuche kann man mögliche Blockaden auffinden und auflösen, so daß z.B.  Geschmacks- und Geruchsverluste auflösen kann. Weiterhin verfügt jeder Mensch über gute  und wertvolle Ressourcen (Erfahrungen), die hypnotherapeutisch genutzt werden können, um aus heutigen problematischen Situationen herauszufinden. Im Rahmen der Hypno-Schmerztherapie kann man Schmerzen und unangenehme Empfindungen mit Hypnose und Selbsthypnose lindern, auflösen oder verändern. Schwächeattacken mit Entspannungsübungen überwinden.

Achtsame Lebensweise

Lernen im Rahmen der Achtsamen Lebensweise im Hier und Jetzt zu leben und damit Zukunftsängste abbauen und neue Sichtweisen und Lösungsmöglichkeiten entwickeln. Gelassenheit und Akzeptanz entwickeln im Umgang mit der aktuellen Lebenssituation, so daß Schritt für Schritt neue Energie aufgebaut werden kann und der Weg raus aus den Problemen sich eröffnet. 

Der Arzt verbindet Deine Wunden. Dein innerer Arzt aber wird Dich gesunden.

Paracelsus