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SCHWERSTARBEIT in der NACHT mit KNIRSCHEN, PRESSEN und ZUSAMMENBEISSEN | News / Blog

entspannte Nächte

Schwerstarbeit in der Nacht

In Deutschland knirscht jeder 5. des Nachts mit den Zähnen und mahlt kontinuierlich den Zahnschmelz ab, preßt mit höchster Kraft mit einem Druck von bis zu 400kg die Kiefer aufeinander oder beißt die Zähne mit aller Gewalt zusammen und leistet so Schwerstarbeit im Schlaf. Der sog. Bruxismus ist weit verbreitet.

Die meisten wissen nichts von ihren nächtlichen Aktivitäten und werden erst von ihren Zahnärzten darauf hingewiesen, die die Zerstörung der Zähne feststellen, oder müssen sich mit der Schlaflosigkeit ihrer Bettpartner auseinandersetzen, die durch den Knirschlärm nicht mehr schafen können. Desweiteren wundern sie sich häufig über

  • Schmerzen in den Kiefergelenken
  • Kauprobleme
  • Verspannungen im Nacken-Schulterbereich
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • vermeintliche Ohrenschmerzen
  • Unausgeglichenheit 
  • Unausgeschlafenheit
  • Ruhelosigkeit

Das Gebiß wird ruiniert

Auf die Dauer wird der Zahnschmelz - die härteste Substanz unseres Körpers - abgerieben und die Zahnsubstanz stetig möglicherweise sogar bis aufs Zahnfleisch abgetragen. Der Patient geht im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Zahnfleisch.

Schädigungen der Kiefergelenke

Durch den massiven Druck, der auf die Kiefergelenke ausgeübt wird, kommt es zu einer Überbelastung der Muskulatur und der Kiefergelenke, so daß die Gelenkknorpel abgetragen werden können oder am Gelenkköpfchen kann Arthrose auftreten. Als Folge schmerzt jede Kieferbewegung und der Kiefer kann nicht mehr normal weit geöffnet werden.

Verspannungen im gesamten Kiefer-, Nacken- und Schulterbereich

Verspannungen und Verkrampfungen führen zu Problemen der Beweglichkeit im Nacken-Schulterbereich, lösen Kopfschmerzen aus und führen zu vermeintlichen Ohrenschmerzen, Hörproblemen und Tinnitus.

Knirschschiene

Oft wird eine Knirschschiene als Schutz gegen den nächtlichen, unbewußten Zahnabrieb eingesetzt. Aber eine Heilung ist durch sie nicht zu erwarten, da sie nicht an die Ursache des Geschehens geht.

Verarbeitung von Sorgen, Streß und Sinneseindrücken im Schlaf

Nachts im Schlaf versucht das Hirn Tageseindrücke, Streß, Sorgen und Ängste zu verarbeiten und Lösungen für die Probleme zu finden. Im Schlaf wandern die Probleme in diesen Fällen "vom Hirn in den Kiefer" und werden im wahrsten Sinne des Wortes nochmals "durchgekaut". Dahinter stehen häufig

  • Streß
  • Überforderung
  • Leistungsdruck
  • Ängste
  • Mobbing
  • finanzielle Probleme
  • Partnerschaftkonflikte
  • unterdrückte Gefühle wie Agressionen durch Demütigung oder Geringschätzung
  • auch alte unverarbeitete Probleme
  • Traumata
  • alte Glaubenssätze
  • usw.

Mit Hypnose Ursachen aufsuchen und Lösungen finden

Mit Hypnose kann man die Ursachen und auslösenden Faktoren für das Zähneknirschen, das Aufeinanderpressen der Kiefer und das Zähnezusammenbeißen auf unterschiedliche Art und Weise auffinden und auflösen, die Anspannungen und Muskelverkrampfungen ableiten oder durch Tiefenentspannung und Selbsthynose aufheben sowie schlechte Angewohnheiten abbauen. 

  • Die Ursachen und ursprünglichen Situationen, die hinter dem Bruxismus stehen, können in Hypnose aufgedeckt und aufgelöst werden, selbst, wenn sie schon viele Jahre zurückliegen und den Patienten meist nicht bewußt sind. Ein Problem ist ein Problem und bleibt ein Problem für den Menschen bis endlich eine Lösung gefunden ist.
  • Traumata, schlimme Lebenserfahrungen wie z.B. ein Unfall, ein Mißbrauch, eine Kriegssituation können in Trance aus sicherer Distanz bearbeitet werden, so daß ihnen die Dramatik und Anspannung genommen wird.
  • Die innere Anspannung kann man ableiten und abfließen lassen, indem man mit inneren Bildern in Rahmen der Hypnose ein "Ventil" in den Körper einbaut.
  • Die Muskelanspannung, das Zusammenpressen der Kiefergelenke sowie das Zähneknirschen kann man in Trance aus dem Kiefer in einen unproblematischen Bereich des Körpers verlagern z.B. in die Hand und suggeriert, daß jetzt statt der Kiefergelenke Daumen und Mittelfinger zusammengedrückt werden oder daß statt der Mahlbewegung der Zähne, jetzt Daumen und Zeigefinger aufeinander gerieben werden.
  • Häufig wurden in der Kindheit Ängste mit einem Satz verbunden wie: "Stell dich nicht so an und beiß die Zähne zusammen." So daß der Mensch folgendermaßen "programmiert" wurde: Wann immer Du Angstgefühle entwickelst, mußt du die Zähne ganz fest zusammenbeißen. In Trance kann diese Art von Glaubenssatz wieder aufgelöst und umgeändert werden.
  • Streß, Nervosität, Ruhelosigkeit kann in Tiefenentspannung mit Bildern und Gefühlen von Gelassenheit, Ruhe, Weite, Freiheit usw. verknüpft werden und damit aufgelöst werden. In Selbsthypnose kann der Patient schnell lernen, diese Art von Entspannung jederzeit wieder aufzurufen.
  • usw.

Im Rahmen der Hypnotherapie hat man gute Chancen, die genannten Probleme des Bruxismus in wenigen Hypnose-Sitzungen recht gut zu behandeln, so daß die unbewußte Verarbeitung von Lebenseindrücken und Konflikten in der Nacht wieder ohne Schwierigkeiten vollzogen werden kann und der Schlaf zum Vergnügen wird.

Deshalb frei nach Heinz Erhardt

Zähne hoch und Kopf zusammenbeißen!